Erbsachen

„Wirf, guter Hamlet, ab die nächt’ge Farbe,
Und laß dein Aug’ als Freund auf Dänmark sehn.
Such nicht beständig mit gesenkten Wimpern
Nach deinem edlen Vater in dem Staub.
Du weißt, es ist gemein: was lebt, muß sterben,
Und Ew’ges nach der Zeitlichkeit erwerben.”


Das obige Zitat stammt aus Shakespeares klassischem Drama „Hamlet”, und fasst gut zusammen, dass Leben und Tod von alters her immer wiederholende Ereignisse des menschlichen Lebens sind. Diese haben rechtliche, vor allem erbrechtliche Aspekte, mit denen sich unser Büro von seinem Profil her oft beschäftigt.

Der Nachlass des Verstorbenen geht im Moment des Todes auf den Rechtsnachfolger (den Erben) über. Diese Tatsache wird später, im Rahmen des Nachlassverfahrens vor dem Notar, rechtlich deklariert.

Die Erbfolge und der Vorgang des Erbens sind rechtlich bestimmt, der Erblasser kann jedoch von beiden abweichen, wenn er ein Testament errichtet hat. Das Testament soll speziellen Fortschriften entsprechend gemacht werden, deshalb lohnt es sich, sich an einen Rechtsanwalt zu wenden.

Das Testament kann kostenlos sein, der Erblasser hat aber auch das Recht, dafür ein Entgelt, eine Gegenleistung, zu verlangen. Im häufigsten Fall verlangt er einen Unterhalt. In dieser Situation geht es um einen Erbvertrag und das Wesentliche eines Erbvertrags besteht darin, dass der Erbe das Entgelt des Unterhalts nur nach dem Tod des Erblassers erbwirt.

Ein Unterhaltsvertrag ist kein Erbvertrag und gehört eigentlich nicht zum Thema Erbschaft, muss jedoch hier erwähnt werden.

Wenn ein Unterhaltsvertrag abgeschlossen wird, müssen die gleichen Leistungen erbracht werden wie bei einem Erbvertrag. D.h., der Unterhaltsberechtigte muss vom Unterhalter unterhalten, versorgt, im Falle einer Krankheit auf die Kosten des Unterhaltspflichtigen behandelt und nach seinem Tod bestattet werden. Im Falle eines Unterhaltsvertrags fällt aber das Vermögen des Unterhaltsberechtigten gleich im Moment der Vertragabschließung auf den Unterhaltspflichtigen.